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Leitfaden für Personalvermittlung und Personalberatung

Recruitment CRM: Kandidaten, Kunden und Suchaufträge in einem System führen

GoHighLevel für Recruiting prüfen Erst CRM und ATS unterscheiden

GoHighLevel ist ein CRM mit Automatisierung, kein ATS. Was das für Ihre Vermittlung heißt, steht in Stufe 07.

Ein Leitfaden für Personalvermittlungen, Personalberatungen, Headhunter und Staffing-Unternehmen: was ein Recruiting CRM leistet, worin es sich vom ATS unterscheidet, welche Funktionen und Abläufe zählen, was der Datenschutz verlangt und wie Sie Systeme ohne erfundene Rangliste vergleichen.

Kandidat ↔ Recruiter ↔ Kunde Was ein Recruitment CRM zusammenhält. Schema, keine Software-Oberfläche.

Kandidatenprofil

  • Lebenslauf
  • Verfügbarkeit
  • Quelle
  • Einwilligung bis

Stufe: qualifiziert

Kundenfirma

  • Ansprechpartner
  • Suchauftrag
  • Vorgestellt
  • Nächster Kontakt

Stufe: Shortlist

  1. Ansprache, persönlich
  2. Termin gebucht, Erinnerung
  3. Profil beim Kunden vorgestellt
  4. Feedback ausstehend: Aufgabe

Stufe 01 von 08 · Das Problem

Wo Kandidaten und Aufträge verloren gehen

Die meisten Personalvermittlungen verlieren gute Leute nicht beim Sourcing, sondern dazwischen: in der Lücke zwischen zwei Nachrichten, zwei Werkzeugen oder zwei Kollegen.

1.1Ausgangslage

Der Recruiting-Alltag ohne gemeinsames System

Kandidatenprofile im Business-Netzwerk, Lebensläufe im Postfach, der Status in einer Tabelle, Termine im Kalender, schnelle Absprachen im Messenger. Jedes Werkzeug für sich funktioniert. Das Problem ist die Summe.

Wer in einer Personalvermittlung oder Personalberatung arbeitet, kennt die Lage: Ein passender Kandidat meldet sich am Montag. Das Interview beim Kunden soll am Donnerstag stattfinden. Am Dienstag verschiebt der Hiring Manager, und die Information bleibt in einem Postfach hängen. Der Kandidat hört drei Tage nichts und nimmt ein anderes Angebot an. Niemand hat einen Fehler gemacht, den man benennen könnte. Es gab nur keinen Ort, an dem der Stand für alle sichtbar war.

Das ist kein Softwareproblem, sondern ein Organisationsproblem, das Software sichtbar machen kann. Ein Recruitment CRM ist im Kern genau das: ein gemeinsamer Ort für Kandidaten, Kunden und die Schritte dazwischen, mit Erinnerungen, die nicht vom Gedächtnis einer einzelnen Person abhängen. Welche Stellen im Ablauf am häufigsten reißen, zeigt die folgende Liste. Sie ist nach dem Ablauf einer Besetzung geordnet, nicht nach Häufigkeit; Zahlen dazu gibt es nicht, und wir erfinden keine.

  1. 01Kandidat

    Erstkontakt ohne Nachfassen

    Was passiert
    Eine Ansprache über ein Netzwerk bleibt unbeantwortet. Eine zweite Nachricht war geplant, aber nirgends notiert.
    Was ein CRM ändert
    Die Ansprache wird am Kandidaten erfasst; eine Aufgabe oder ein Ablauf erinnert nach einer festgelegten Frist.
    Was Handarbeit bleibt
    Ob und wie ein zweites Mal angesprochen wird, entscheidet der Mensch. Automatische Serienansprache wirkt im Recruiting schnell billig.
  2. 02Kandidat

    Lebenslauf im Postfach

    Was passiert
    Der aktuelle Lebenslauf liegt als Anhang in einer E-Mail, die ältere Version im Laufwerk, die Notizen im Kopf.
    Was ein CRM ändert
    Datei, Gesprächsnotizen und Kommunikation hängen am selben Kandidatenprofil.
    Was Handarbeit bleibt
    Die Qualität der Notizen. Ein CRM speichert, was eingetragen wird, nicht was besprochen wurde.
  3. 03Kandidat

    Wartender Kandidat

    Was passiert
    Das Feedback des Kunden nach dem Interview fehlt. Der Kandidat hört nichts und verliert das Vertrauen.
    Was ein CRM ändert
    Eine Stufe „Feedback ausstehend“ mit Frist macht sichtbar, wer wie lange wartet, und erinnert an den Zwischenstand.
    Was Handarbeit bleibt
    Die ehrliche Zwischennachricht selbst. „Wir haben noch nichts gehört“ ist besser als Schweigen, muss aber jemand schreiben.
  4. 04Kandidat

    Terminabstimmung per E-Mail

    Was passiert
    Drei Parteien, vier Vorschläge, zwei Zeitzonen. Nach dem fünften Mail-Wechsel ist die Woche vorbei.
    Was ein CRM ändert
    Ein Buchungslink mit freien Zeiten und automatischer Erinnerung ersetzt einen Teil der Abstimmung.
    Was Handarbeit bleibt
    Termine beim Kunden hängen an dessen Kalender. Den kann kein System des Vermittlers freigeben.
  5. 05Kunde

    Stille Kundenbeziehung

    Was passiert
    Nach einer erfolgreichen Besetzung meldet sich niemand mehr beim Kunden, bis dessen nächste Stelle bei einem Wettbewerber landet.
    Was ein CRM ändert
    Der Kunde steht als Firma mit Ansprechpartnern im System; eine Aufgabe nach dem Start des Kandidaten plant den nächsten Kontakt.
    Was Handarbeit bleibt
    Der Anruf selbst und das Gespür dafür, wann er passt.
  6. 06Kunde

    Akquise ohne Liste

    Was passiert
    Interessenten aus Veranstaltungen, Empfehlungen und Anfragen stehen in verschiedenen Listen. Niemand weiß, wer zuletzt angerufen hat.
    Was ein CRM ändert
    Eine Akquise-Pipeline mit Stufen von „Interessent“ bis „Suchauftrag“ zeigt allen denselben Stand.
    Was Handarbeit bleibt
    Die Entscheidung, welche Kunden sich lohnen. Das ist Geschäftsstrategie, keine Softwarefunktion.
  7. 07Kunde

    Meeting ohne Stand

    Was passiert
    Im Wochentermin weiß niemand genau, wie viele Kandidaten in welcher Phase sind. Drei Kolleginnen haben eigene Tabellen.
    Was ein CRM ändert
    Pipelines und Filter zeigen den Stand aus denselben Daten, die alle pflegen.
    Was Handarbeit bleibt
    Die Disziplin, Stufen tatsächlich zu setzen. Ein nicht gepflegtes CRM ist nur eine weitere veraltete Tabelle.

1.2Das Grundmodell

Zwei Pipelines, ein Placement

Eine Personalvermittlung verkauft an zwei Seiten zugleich. Sie gewinnt Kunden, die eine Stelle besetzen wollen, und Kandidaten, die sich vorstellen lassen. Ein Placement entsteht erst, wenn beide Seiten im selben Moment ja sagen.

Die Doppelpipeline. Oben die Kundenseite, unten die Kandidatenseite, dazwischen die Arbeit, die beide verbindet. Schematische Darstellung, keine Software-Oberfläche.

Kunde

  1. 1Akquise
  2. 2Erstgespräch
  3. 3Suchauftrag
  4. 4Shortlist
  5. 5Placement
  6. 6Nachbetreuung

Recruiter

  1. Bedarf klären
  2. Profil schärfen
  3. Matching
  4. Vorstellen
  5. Abstimmen
  6. Nachfassen

Kandidat

  1. 1Sourcing
  2. 2Ansprache
  3. 3Qualifizierung
  4. 4Interview
  5. 5Angebot
  6. 6Start

Placement: Stufe 5 der Kundenseite und Stufe 5 der Kandidatenseite fallen zusammen. Erst dann ist eine Besetzung erreicht.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Recruitment CRM und den meisten anderen Systemen. Ein Bewerbermanagementsystem (ATS) denkt von der Stelle her: Eine Stelle wird ausgeschrieben, Bewerbungen gehen ein, der Prozess endet mit einer Einstellung oder Absage. Ein allgemeines Sales CRM denkt vom Verkauf her: ein Interessent, eine Verkaufschance, ein Abschluss. Eine Personalvermittlung braucht beides gleichzeitig und dazu die Verbindung zwischen beiden: welcher Kandidat bei welchem Kunden für welche Stelle vorgestellt wurde, mit welchem Ergebnis.

Das hat praktische Folgen für die Auswahl. Ein System, das nur Kandidaten kennt, zwingt Sie, die Kundenseite in einer Tabelle zu führen. Ein System, das nur Kunden kennt, macht jeden Kandidaten zu einem „Kontakt“ ohne Stufen, Unterlagen und Historie. Beide Wege funktionieren eine Weile. Sie brechen, sobald mehr als eine Person im Team an denselben Suchaufträgen arbeitet.

Die Verbindung ist das eigentliche Produkt

Wer nach einem „CRM für Personalvermittler“ oder einem „CRM für Recruiting-Agenturen“ sucht, sucht fast immer diese Verbindung. Prüfen Sie deshalb bei jedem System drei Dinge: Lässt sich ein Kandidat mit einem Suchauftrag verknüpfen? Lässt sich ein Suchauftrag mit einer Kundenfirma und ihren Ansprechpartnern verknüpfen? Und sehen Sie an einer Stelle, welche Kandidaten einem Kunden bereits vorgestellt wurden? Wenn eine dieser Fragen mit „über ein Notizfeld“ beantwortet wird, fehlt die Verbindung.

Spezialisierte Systeme für Personaldienstleister bringen diese Struktur mit. Auf allgemeinen CRM-Plattformen lässt sie sich oft nachbauen, mit eigenen Objekten, Feldern und Pipelines. Das ist mehr Einrichtungsarbeit, dafür passen Stufen und Begriffe genau zu Ihrer Arbeitsweise. Beide Wege sind legitim; welcher besser passt, zeigt die Abgrenzung in Stufe 02 und der Vergleich in Stufe 06.

Legen Sie in einem Testkonto eine Kunden-Pipeline und eine Kandidaten-Pipeline an und verknüpfen Sie einen echten, anonymisierten Suchauftrag. Nach einer Stunde wissen Sie, ob das Modell trägt.

Doppelpipeline im Testkonto nachbauen

1.3Selbsttest

Woran Sie merken, dass es Zeit für ein System ist

Nicht jede Vermittlung braucht sofort ein Recruitment CRM. Diese Signale sind überprüfbar, ohne dass Sie eine Software kaufen.

  • Sie können nicht in fünf Minuten sagen, welche Kandidaten einem bestimmten Kunden in den letzten zwölf Monaten vorgestellt wurden.
  • Wenn ein Kollege krank ist oder Urlaub hat, weiß niemand, wem er diese Woche eine Rückmeldung versprochen hat.
  • Kandidaten, die vor einem Jahr knapp nicht gepasst haben, finden Sie nur, wenn sich jemand an den Namen erinnert.
  • Es gibt mehr als eine Tabelle mit dem „aktuellen“ Stand eines Suchauftrags.
  • Sie wissen nicht, aus welchen Quellen Ihre erfolgreichen Placements kamen: Netzwerk, Jobbörse, Empfehlung, eigene Website.
  • Die Frage „Wann löschen wir eigentlich Bewerberdaten?“ hat bei Ihnen keine dokumentierte Antwort.

Treffen zwei oder mehr dieser Punkte zu, lohnt sich die Auseinandersetzung mit einem System. Der letzte Punkt ist dabei kein Nebenthema: Kandidatendaten sind personenbezogene Daten, oft mit sensiblen Details aus Gesprächen. Ein CRM, das Löschfristen und Einwilligungen nicht abbilden kann, schafft neue Risiken, statt alte zu lösen. Mehr dazu in Stufe 05.

Stufe 02 von 08 · CRM vs. ATS

CRM, ATS und die übrigen Werkzeuge auseinanderhalten

CRM und ATS sind keine Synonyme. Wer sie verwechselt, kauft ein System für die falsche Aufgabe und merkt es erst nach der Einführung.

2.1Kernfrage

Recruiting CRM vs. ATS: der Unterschied in einem Satz und in zehn Zeilen

Ein ATS konzentriert sich auf den strukturierten Bewerbungs- und Auswahlprozess. Ein CRM konzentriert sich auf Beziehungen: Kommunikation, Follow-ups, Pipelines, Kundenkontakte und langfristige Kandidatenbeziehungen.

MerkmalATS (Bewerbermanagementsystem)Recruitment CRM
AusgangspunktDie ausgeschriebene StelleDie Person, Kandidat oder Kunde
ZeithorizontEin Auswahlverfahren, von Ausschreibung bis Zu- oder AbsageEine Beziehung über Jahre, auch ohne offene Stelle
Wer kommt hineinVor allem Bewerber, die sich aktiv beworben habenAuch passive Kandidaten, die angesprochen wurden, und Kundenkontakte
Typische StufenEingang, Sichtung, Interview, Angebot, EinstellungAngesprochen, im Gespräch, qualifiziert, im Talent Pool, reaktiviert
KommunikationEingangsbestätigung, Einladung, AbsageLaufende, persönliche Kommunikation und geplante Follow-ups
KundenseiteMeist nicht vorgesehen (internes Recruiting kennt keinen Kunden)Firmen, Ansprechpartner, Akquise, Suchaufträge
StellenanzeigenVeröffentlichen und streuen, oft auf mehreren JobbörsenNicht Kernaufgabe; eher Landingpages und Formulare
DokumentationNachvollziehbare AuswahlentscheidungNachvollziehbare Beziehung: wer, wann, worüber
StärkeStruktur und Nachweis im VerfahrenKontinuität und Tempo in der Kommunikation
Typische LückeKandidaten nach Abschluss des VerfahrensFormale Auswahlprozesse und Stellenveröffentlichung

Ein Recruitment CRM kann zwischen diesen Polen liegen, je nach Produkt. Spezialisierte Systeme für Personaldienstleister kombinieren häufig beides: Bullhorn etwa beschreibt sich ausdrücklich als „ATS & CRM“ für Personal- und Recruitingfirmen.1

Zwei Aussagen sind deshalb beide falsch, und beide begegnen Ihnen in Verkaufsgesprächen: „Ein CRM ersetzt Ihr ATS“ und „Unser ATS hat alle CRM-Funktionen“. Ob ein CRM ein ATS ersetzen kann, hängt davon ab, was Sie vom ATS brauchen. Ob ein ATS als CRM genügt, hängt davon ab, wie viel Beziehungsarbeit außerhalb laufender Verfahren stattfindet. Die Antwort ergibt sich aus Ihren Abläufen, nicht aus dem Namen der Kategorie.

2.2Begriffe

Recruiting Software, HR-Software, Talent Acquisition: was welcher Begriff meint

Die Begriffe werden im Markt unscharf benutzt. Für die Auswahl hilft es, sie nach ihrer Aufgabe zu trennen, nicht nach dem Etikett auf der Website des Anbieters.

  • Recruitment CRM

    Beziehungen zu Kandidaten und Kunden

    Tut
    Profile, Kommunikationsverlauf, Pipelines, Follow-ups, Talent Pools, Kundenfirmen und Ansprechpartner.
    Tut nicht
    In der Regel keine Stellenveröffentlichung auf Jobbörsen, keine formale Auswahldokumentation im Sinne eines ATS.
    Bezug zum CRM
    Ist selbst das CRM.
  • Bewerbermanagementsystem (ATS)

    Das Auswahlverfahren

    Tut
    Stellenanzeigen, Bewerbungseingang, Sichtung, Bewertung im Team, Einladungen und Absagen.
    Tut nicht
    Kaum Beziehungspflege außerhalb laufender Verfahren, oft keine Kundenseite.
    Bezug zum CRM
    Liefert Bewerber, die später im CRM weiter gepflegt werden können.
  • Recruiting Software

    Sammelbegriff

    Tut
    Alles, was im Recruiting eingesetzt wird: ATS, CRM, Sourcing, Interviewplanung, Videointerviews.
    Tut nicht
    Ist keine eigene Kategorie. Fragen Sie immer, welche Aufgabe gemeint ist.
    Bezug zum CRM
    Ein Recruitment CRM ist eine Art von Recruiting Software.
  • HR-Software / HRIS

    Beschäftigte nach der Einstellung

    Tut
    Personalakte, Verträge, Abwesenheiten, Onboarding, oft Anbindung an die Lohnabrechnung. Manche Suiten haben ein Recruiting-Modul.
    Tut nicht
    Keine Kundenseite, keine Vermittlungslogik. Für externe Personalvermittlungen selten das Kernsystem.
    Bezug zum CRM
    Übernimmt, wenn aus einem Kandidaten ein eigener Mitarbeiter wird, etwa in der Arbeitnehmerüberlassung.
  • Personalverwaltungssoftware

    Verwaltung im engeren Sinn

    Tut
    Stammdaten, Dokumente, Fristen, Zeiten der eigenen Beschäftigten.
    Tut nicht
    Kein Recruiting, keine Akquise.
    Bezug zum CRM
    Berührt das CRM nur beim Übergang vom Kandidaten zum Beschäftigten.
  • Talent Acquisition Software

    Marketingbegriff für Suiten

    Tut
    Meist eine Kombination aus ATS, CRM-Funktionen, Karriereseite und Auswertung, vor allem für interne Recruiting-Teams größerer Unternehmen.
    Tut nicht
    Nicht automatisch für Vermittlungen gebaut: Die Kundenseite fehlt oft.
    Bezug zum CRM
    Enthält häufig CRM-Funktionen für Talent Pools.

2.3Zuständigkeiten

Wer führt welche Aufgabe? Die Zuständigkeitsmatrix

Elf typische Aufgaben einer Personalvermittlung, sechs Systemgattungen. Gefüllter Punkt: führt die Aufgabe. Ring: arbeitet zu. Leer: nicht zuständig. Die Einordnung beschreibt Gattungen, nicht einzelne Produkte.

Welche Systemgattung eine Aufgabe führt oder zuarbeitet
AufgabeATSCRMHRISSalesMASourcing
Stellenanzeige veröffentlichen und streuenführtnicht zuständignicht zuständignicht zuständigarbeitet zuarbeitet zu
Bewerbungen annehmen, Auswahl dokumentierenführtarbeitet zunicht zuständignicht zuständignicht zuständignicht zuständig
Passive Kandidaten findennicht zuständigarbeitet zunicht zuständignicht zuständignicht zuständigführt
Talent Pool über Jahre pflegenarbeitet zuführtnicht zuständignicht zuständigarbeitet zunicht zuständig
Follow-ups und Kandidaten-Nurturingarbeitet zuführtnicht zuständignicht zuständigarbeitet zunicht zuständig
Neue Kunden gewinnennicht zuständigführtnicht zuständigführtarbeitet zunicht zuständig
Interviewtermine koordinierenarbeitet zuführtnicht zuständignicht zuständignicht zuständignicht zuständig
Kunden eine Shortlist vorstellenarbeitet zuführtnicht zuständigarbeitet zunicht zuständignicht zuständig
Vertrag, Personalakte, Onboardingnicht zuständignicht zuständigführtnicht zuständignicht zuständignicht zuständig
Lohn und Zeiterfassung (Überlassung)nicht zuständignicht zuständigführtnicht zuständignicht zuständignicht zuständig
Besetzungen und Quellen auswertenführtführtnicht zuständigarbeitet zunicht zuständignicht zuständig
  • Stellenanzeige veröffentlichen und streuen

    führtATS

    arbeitet zuMASourcing

  • Bewerbungen annehmen, Auswahl dokumentieren

    führtATS

    arbeitet zuCRM

  • Passive Kandidaten finden

    führtSourcing

    arbeitet zuCRM

  • Talent Pool über Jahre pflegen

    führtCRM

    arbeitet zuATSMA

  • Follow-ups und Kandidaten-Nurturing

    führtCRM

    arbeitet zuATSMA

  • Neue Kunden gewinnen

    führtCRMSales

    arbeitet zuMA

  • Interviewtermine koordinieren

    führtCRM

    arbeitet zuATS

  • Kunden eine Shortlist vorstellen

    führtCRM

    arbeitet zuATSSales

  • Vertrag, Personalakte, Onboarding

    führtHRIS

  • Lohn und Zeiterfassung (Überlassung)

    führtHRIS

  • Besetzungen und Quellen auswerten

    führtATSCRM

    arbeitet zuSales

ATS
Bewerbermanagement (ATS)
CRM
Recruitment CRM
HRIS
HR-Software / HRIS
Sales
Allgemeines Sales CRM
MA
Marketing Automation
Sourcing
Sourcing-Tool, Netzwerk, Jobbörse

führt arbeitet zu

Zwei Dinge fallen auf. Erstens führt das Recruitment CRM bei den Beziehungsaufgaben (Talent Pool, Follow-ups, Terminabstimmung, Kundenakquise, Vorstellung beim Kunden), aber bei keiner der formalen Aufgaben rund um Stellenanzeigen, Arbeitsvertrag oder Lohn. Zweitens teilen sich ATS und CRM die Auswertung: Das ATS weiß, wie ein Verfahren ausging; das CRM weiß, woher der Kontakt kam und wie die Beziehung verlief. Wer beides getrennt führt, muss entscheiden, welches System für welche Kennzahl die Quelle ist.

2.4Umfeld

Sales CRM, Marketing Automation, Jobbörse, Sourcing: was daneben steht

Neben ATS und CRM arbeiten Recruiter mit weiteren Werkzeugen. Keines davon ist austauschbar mit einem anderen.

  • Allgemeines Sales CRM

    Verkauf an Unternehmen

    Tut
    Interessenten, Verkaufschancen, Angebote, Umsatzprognosen.
    Tut nicht
    Kennt keine Kandidaten mit Lebenslauf, Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung, es sei denn, Sie bauen das nach.
    Bezug zum CRM
    Deckt die Kundenseite der Doppelpipeline ab, nicht die Kandidatenseite.
  • Marketing Automation

    Kommunikation in der Breite

    Tut
    Newsletter, Kampagnen, Segmente, automatische Nachrichtenfolgen, Landingpages.
    Tut nicht
    Keine Suchaufträge, keine Vorstellungen beim Kunden.
    Bezug zum CRM
    Nützlich für Talent-Pool-Newsletter und Akquise-Kampagnen; manche CRM-Plattformen bringen sie mit.
  • Talent-Pool-Software

    Kandidaten ohne offene Stelle

    Tut
    Speichert und segmentiert Kandidaten für spätere Stellen, oft mit Einwilligungsverwaltung.
    Tut nicht
    Meist keine Kundenseite und kein Auswahlverfahren.
    Bezug zum CRM
    Ist im Grunde ein Teil eines Recruitment CRM, als eigenes Produkt verkauft.
  • Jobbörse

    Reichweite für Anzeigen

    Tut
    Veröffentlicht Stellenanzeigen und bringt aktive Bewerber.
    Tut nicht
    Kein System zur Verwaltung Ihrer Kandidaten.
    Bezug zum CRM
    Quelle, deren Herkunft im CRM festgehalten werden sollte.
  • Sourcing-Tool

    Kandidaten finden

    Tut
    Durchsucht Profile, Datenbanken oder das offene Netz nach passenden Personen.
    Tut nicht
    Keine langfristige Beziehungspflege, kein Prozess.
    Bezug zum CRM
    Liefert Kontakte an das CRM. Wer Daten so gewinnt, hat Informationspflichten (Stufe 05).
  • Business-Netzwerke

    Ansprache und Recherche

    Tut
    Profile, Direktnachrichten, Recruiter-Lizenzen mit Suchfiltern.
    Tut nicht
    Ihre Daten liegen beim Netzwerk; der Verlauf gehört nicht Ihnen und nicht Ihrem Team.
    Bezug zum CRM
    Die Beziehung sollte im CRM dokumentiert sein, nicht nur im Posteingang des Netzwerks.
  • Kalender und Terminbuchung

    Zeit abstimmen

    Tut
    Freie Zeiten zeigen, Buchungen annehmen, erinnern.
    Tut nicht
    Weiß nicht, in welcher Stufe der Kandidat steht.
    Bezug zum CRM
    Am besten im CRM integriert, damit ein gebuchter Termin die Stufe ändert.
  • Kommunikationswerkzeuge

    Telefon, SMS, Messenger, Videocall

    Tut
    Der eigentliche Kontakt mit Kandidaten und Kunden.
    Tut nicht
    Ohne Anbindung entsteht kein gemeinsamer Verlauf.
    Bezug zum CRM
    Je mehr Kanäle im CRM zusammenlaufen, desto weniger geht zwischen Kollegen verloren.

2.5Entscheidung

Wann ein ATS reicht, wann ein CRM dazugehört

Fünf typische Ausgangslagen und was sie nahelegen. Das sind Denkrichtungen, keine Produktempfehlungen.

  1. Internes Recruiting-Team, viele Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen, kaum aktive Ansprache.

    Ein ATS reicht meist.

    Die Arbeit ist verfahrensgetrieben. Beziehungspflege findet selten statt, eine Kundenseite gibt es nicht.

  2. Internes Team mit viel Active Sourcing und schwer besetzbaren Profilen.

    ATS plus CRM-Funktionen für Talent Pools.

    Passive Kandidaten brauchen Monate bis zur Wechselbereitschaft. Das Verfahren im ATS beginnt erst, wenn sie so weit sind.

  3. Kleine Personalberatung oder einzelner Headhunter, wenige Suchaufträge gleichzeitig, starke Kundenbeziehungen.

    Ein Recruitment CRM kann genügen.

    Formale Bewerbungsverfahren mit Hunderten Eingängen gibt es kaum; entscheidend sind Beziehung, Tempo und Nachfassen.

  4. Personalvermittlung mit vielen Stellenanzeigen und Bewerbungseingängen, dazu aktive Kundenakquise.

    Ein spezialisiertes System mit ATS und CRM oder zwei verbundene Systeme.

    Beide Seiten der Doppelpipeline sind groß. Ein reines CRM stößt bei Stellenveröffentlichung und Massensichtung an Grenzen.

  5. Arbeitnehmerüberlassung und Staffing mit Einsätzen, Zeiterfassung und Abrechnung.

    Branchensoftware für Personaldienstleister, ein CRM höchstens ergänzend.

    Lohn, Einsatzplanung und Abrechnung sind Aufgaben, die ein CRM nicht übernimmt.

Wenn Sie ein ATS behalten und ein CRM ergänzen, klären Sie vor dem Kauf, welches System der „Ort der Wahrheit“ für welche Daten ist und wie Kandidaten von einem ins andere kommen: per Schnittstelle, per Export oder von Hand. Doppelt gepflegte Daten sind die häufigste Ursache dafür, dass ein zweites System nach einem halben Jahr nicht mehr genutzt wird.

Wenn Ihre Lage eher bei „Beziehung, Tempo, Nachfassen“ liegt: Sehen Sie sich an, wie ein CRM mit Pipelines, Kalender und Abläufen aufgebaut ist.

CRM- und Automatisierungsfunktionen entdecken

Stufe 03 von 08 · Funktionen

Welche Funktionen ein Recruitment CRM wirklich braucht

Vierzehn Funktionen, jeweils mit dem Zweck im Recruiting, einer Prüffrage für die Vorführung und dem Stand bei GoHighLevel, soweit er dokumentiert ist.

3.1Funktionsumfang

Vierzehn Funktionen und woran Sie sie prüfen

Ein Recruitment CRM muss mehr leisten als ein Adressbuch. Entscheidend ist nicht, ob eine Funktion auf der Liste des Anbieters steht, sondern ob sie Ihren Ablauf trägt. Deshalb steht zu jeder Funktion eine Frage, die Sie in einer Vorführung oder im Testkonto stellen können.

Kandidatenprofil

Ein Ort für Kontaktdaten, Lebenslauf, Gesprächsnotizen, Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellung und Verlauf.

PrüffrageLegen Sie einen Kandidaten mit Lebenslauf als Datei und drei Notizen an. Finden Sie ihn danach über ein Stichwort aus einer Notiz?

GoHighLevel: dokumentiertKontakte mit eigenen Feldern; Dateien über ein Dateifeld am Kontakt. Automatisches Auslesen von Lebensläufen ist in den gelesenen Hilfeartikeln nicht beschrieben.2

Kundenfirmen und Ansprechpartner

Die Kundenseite der Doppelpipeline: Firma, mehrere Ansprechpartner, Historie der Zusammenarbeit.

PrüffrageKönnen Sie einer Firma drei Ansprechpartner zuordnen und sehen, welche Kandidaten dieser Firma vorgestellt wurden?

GoHighLevel: selbst aufbauenFirmen und Kontakte sind vorhanden; die Verknüpfung „vorgestellt bei“ bauen Sie über Verknüpfungen oder eigene Objekte selbst.3

Suchaufträge und Stellen

Ein eigenes Objekt für jede zu besetzende Position, verknüpft mit Kunde und Kandidaten.

PrüffrageLässt sich ein Kandidat mehreren Suchaufträgen zuordnen, mit je eigenem Stand?

GoHighLevel: selbst aufbauenÜber eigene Objekte, die mit Kontakten, Firmen und Verkaufschancen verknüpft werden. Ein fertiges Stellenobjekt gibt es nicht.3

Pipelines mit eigenen Stufen

Der sichtbare Stand jedes Kandidaten und jedes Auftrags für das ganze Team.

PrüffrageKönnen Sie Stufen frei benennen, und sehen Sie pro Stufe, wie lange ein Eintrag dort schon liegt?

GoHighLevel: dokumentiertPipelines mit frei definierbaren Stufen als visuelle Übersicht.4

Interviewplanung

Terminabstimmung ohne E-Mail-Pingpong, mit Erinnerung vor dem Termin.

PrüffrageBucht ein Testkandidat über einen Link, und erscheint der Termin in Ihrem Kalender und am Kandidatenprofil?

GoHighLevel: dokumentiertBuchungskalender mit teilbarem Link und Synchronisierung mit Google Kalender.5

Automatisierte Follow-ups

Erinnerungen und Nachrichten nach festgelegten Fristen, damit niemand vergessen wird.

PrüffrageBauen Sie: „Wenn drei Tage nach dem Interview kein Feedback eingetragen ist, Aufgabe an den zuständigen Recruiter.“ Wie viele Klicks braucht das?

GoHighLevel: dokumentiertWorkflows aus Auslöser und Aktionen, etwa nach Terminbuchung, Formular oder Antwort.6

SMS und Messenger

Schnelle Kurznachrichten für Terminbestätigungen und Rückfragen, im selben Verlauf wie E-Mails.

PrüffrageErscheinen E-Mail, SMS und Messenger-Nachricht eines Kandidaten in einem Verlauf? Was kostet eine SMS nach Deutschland?

GoHighLevel: dokumentiertGemeinsamer Verlauf über E-Mail, SMS, WhatsApp und weitere Kanäle; WhatsApp kostet extra, SMS nach Verbrauch.78

E-Mails an Talent Pools

Stellenhinweise oder Neuigkeiten an Kandidatengruppen, die dem zugestimmt haben.

PrüffrageKönnen Sie ein Segment „Einwilligung Talent Pool: ja, Fachgebiet: Vertrieb“ bilden und nur daran versenden?

GoHighLevel: dokumentiertE-Mail aus dem Kontakt und aus Abläufen; Segmente über Felder und Tags. Die Einwilligungslogik bauen Sie selbst.7

Reporting

Wie viele Kandidaten in welcher Stufe, welche Quellen zu Placements führen, wo Aufträge hängen.

PrüffrageKönnen Sie auswerten, aus welcher Quelle die Kandidaten der letzten zehn Placements kamen?

GoHighLevel: selbst aufbauenErste und letzte Quelle je Kontakt werden gespeichert. Recruiting-Kennzahlen wie Besetzungsdauer leiten Sie aus Stufen und Datumsfeldern selbst ab.9

Workflow-Automatisierung

Wiederkehrende Schritte regelbasiert: Aufgaben anlegen, Kollegen benachrichtigen, Stufe ändern.

PrüffrageWenn ein Kandidat den Interviewtermin bestätigt: Wird automatisch eine Vorbereitungsaufgabe für den Recruiter angelegt?

GoHighLevel: dokumentiertAuslöser-Aktions-Modell; Terminbuchung und Formulare sind dokumentierte Auslöser.6

Aufgabenmanagement

Zuweisbare Aufgaben mit Fälligkeit an Kandidaten und Aufträgen.

PrüffrageSieht jede Recruiterin morgens eine Liste ihrer fälligen Aufgaben, gefiltert auf sie selbst?

GoHighLevel: dokumentiertAufgaben an Kontakten und Verkaufschancen, filterbar nach zuständiger Person und Status.10

Candidate Nurturing

Kontakt zu guten Kandidaten halten, auch wenn gerade keine passende Stelle offen ist.

PrüffrageKönnen Sie festlegen: „Alle sechs Monate persönliche Nachfrage bei Kandidaten mit Stufe Talent Pool“?

GoHighLevel: dokumentiertUmsetzbar mit Pipeline-Stufe, Workflow und Wartezeit; Inhalt und Ton bestimmen Sie.6

Team und Berechtigungen

Geteilte Profile, aber nicht jeder sieht alles; wichtig bei vertraulichen Suchen.

PrüffrageKann ein Recruiter nur seine eigenen Kandidaten sehen? Testen Sie das mit einem zweiten Nutzer.

GoHighLevel: dokumentiertRollen und die Einstellung „nur zugewiesene Daten“.11

Integrationen

Anbindung an ATS, Kalender, E-Mail, Jobbörsen und Buchhaltung.

PrüffrageFragen Sie nach einer konkreten, dokumentierten Anbindung an Ihr ATS, nicht nach „über 500 Integrationen“.

GoHighLevel: offenAnbindungen an bestimmte Recruiting-Systeme oder Business-Netzwerke haben wir nicht geprüft. Die frühere Fassung dieser Website nannte LinkedIn, Xing und „500+“ Werkzeuge ohne Beleg.

3.2Einordnung

So lesen Sie die Funktionsliste

Die Kennzeichnung bei GoHighLevel folgt einer einfachen Regel. „Dokumentiert“ heißt: Die Funktion ist im Hilfebereich des Herstellers beschrieben, die Quelle steht unten. „Selbst aufbauen“ heißt: Die Bausteine sind dokumentiert, das Recruiting-Modell daraus bauen Sie selbst. „Offen“ heißt: Wir haben keine Dokumentation gelesen, die es belegt. Das ist keine Aussage, dass es die Funktion nicht gibt.

Bei spezialisierten Recruiting-Systemen sieht die Liste anders aus: Kandidatenprofile, Suchaufträge und Kundenfirmen sind dort meist fertig angelegt, Stellenanzeigen und Lebenslauf-Import oft auch. Dafür sind Kommunikation, Terminbuchung und Automatisierung je nach Produkt schwächer oder als Zusatz erhältlich. Genau diesen Tausch sollten Sie bewusst entscheiden: fertige Recruiting-Struktur gegen flexible Kommunikations- und Automatisierungsbausteine.

Die Prüffragen oben funktionieren am besten im eigenen Testkonto: Kandidat anlegen, Datei hochladen, Buchungslink verschicken, Aufgabe auslösen.

Funktionen im Testkonto prüfen

Stufe 04 von 08 · Abläufe

Abläufe, die sich automatisieren lassen, und solche, die es nicht sollten

Automatisierung im Recruiting heißt nicht, Menschen durch Nachrichten zu ersetzen. Sie heißt, dass keine Zusage vergessen wird und Routine nicht die Zeit für Gespräche frisst.

4.1Kandidatenseite

Vom Erstkontakt bis zum Interview

Ein typischer Ablauf mit einem passiven Kandidaten, Schritt für Schritt. Zu jedem Schritt: wann er passiert, über welchen Kanal, was ihn auslöst und was vorher erfüllt sein muss.

Passiver Kandidat, von der Ansprache zum Kundeninterview
  1. Tag 0

    Persönliche Ansprache mit Bezug auf das Profil

    Kanal
    Business-Netzwerk oder E-Mail
    Auslöser
    Recruiter entscheidet nach Recherche
    Voraussetzung
    Kandidat im CRM angelegt, Quelle vermerkt
  2. spätestens nach einem Monat

    Information über die Datenverarbeitung, einschließlich Herkunft der Daten12

    Kanal
    E-Mail oder mit der ersten Nachricht
    Auslöser
    Anlage des Kontakts aus einer fremden Quelle
    Voraussetzung
    Vorlage für die Information nach Art. 14 DSGVO
  3. Tag 5 ohne Antwort

    Erinnerung an den Recruiter, nicht an den Kandidaten610

    Kanal
    Aufgabe im CRM
    Auslöser
    Keine Antwort, Stufe „angesprochen“ unverändert
    Voraussetzung
    Workflow mit Wartezeit und Bedingung
  4. nach positiver Antwort

    Link zur Buchung eines Kennenlerngesprächs5

    Kanal
    Antwort in derselben Unterhaltung
    Auslöser
    Recruiter setzt Stufe „interessiert“
    Voraussetzung
    Buchungskalender mit freien Zeiten
  5. Tag vor dem Gespräch

    Erinnerung mit Einwahldaten6

    Kanal
    E-Mail oder SMS
    Auslöser
    Termin gebucht
    Voraussetzung
    Zustimmung zu SMS, wenn SMS genutzt wird
  6. nach dem Gespräch

    Notizen, Qualifizierung, Stufe setzen

    Kanal
    Profil im CRM
    Auslöser
    Termin vorbei
    Voraussetzung
    Pflichtfelder für die Qualifizierung festgelegt
  7. nach Kundeninterview

    Feedback beim Kunden einholen, Zwischenstand an Kandidat

    Kanal
    Telefon, danach E-Mail
    Auslöser
    Stufe „Interview beim Kunden“ seit zwei Werktagen
    Voraussetzung
    Frist als Regel hinterlegt

Auffällig ist, wie wenig davon Nachrichten ohne menschliches Zutun sind. Automatisiert werden vor allem Erinnerungen an Recruiter, Terminlogistik und Pflichtinformationen. Die Ansprache selbst, die Qualifizierung und das Feedback bleiben persönlich. Das ist kein Mangel des Systems, sondern der Kern guter Personalberatung: Kandidaten merken sofort, ob eine Nachricht an sie geschrieben wurde oder an 300 Empfänger.

4.2Nach der Absage

Talent Pool: Kandidaten halten, die diesmal nicht passten

Die zweitbeste Kandidatin eines Suchauftrags ist oft die beste für den nächsten. Ohne System ist sie nach drei Monaten vergessen.

Absage mit Perspektive
  1. bei der Absage

    Persönliche Absage mit Frage, ob der Kandidat im Talent Pool bleiben möchte

    Kanal
    Telefon oder persönliche E-Mail
    Auslöser
    Kunde entscheidet sich anders
    Voraussetzung
    Klare Beschreibung, wofür und wie lange die Daten gespeichert werden
  2. bei Zustimmung

    Einwilligung mit Datum und Wortlaut am Profil vermerken13

    Kanal
    Feld im CRM
    Auslöser
    Antwort des Kandidaten
    Voraussetzung
    Eigenes Feld für Einwilligung und Ablaufdatum
  3. ohne Zustimmung

    Löschung nach Ablauf der festgelegten Frist vormerken14

    Kanal
    Aufgabe oder Workflow
    Auslöser
    Keine Einwilligung
    Voraussetzung
    Dokumentierte Löschfrist
  4. alle sechs Monate

    Persönliche Nachfrage: Wechselbereitschaft, neue Stationen6

    Kanal
    E-Mail oder Anruf
    Auslöser
    Wartezeit im Workflow
    Voraussetzung
    Einwilligung gültig
  5. vor Ablauf der Einwilligung

    Frage nach Verlängerung, sonst Löschung

    Kanal
    E-Mail
    Auslöser
    Datum im Einwilligungsfeld
    Voraussetzung
    Ablaufdatum gepflegt

4.3Kundenseite

Kundenakquise und Nachbetreuung

Recruiting-Sales wird in vielen Vermittlungen nebenbei erledigt. Dabei folgt die Gewinnung eines Suchauftrags denselben Regeln wie jeder Vertrieb an Unternehmen: Wer nachfasst, gewinnt.

Vom Interessenten zum wiederkehrenden Kunden
  1. Anfrage

    Kontakt aus Formular, Empfehlung oder Veranstaltung anlegen15

    Kanal
    Formular auf der eigenen Website
    Auslöser
    Formular abgeschickt
    Voraussetzung
    Formular mit Pflichtfeldern und Hinweis zur Datenverarbeitung
  2. innerhalb eines Werktags

    Rückruf und Terminangebot für ein Erstgespräch5

    Kanal
    Telefon, dann Buchungslink
    Auslöser
    Aufgabe aus dem Formular-Workflow
    Voraussetzung
    Zuständigkeit festgelegt
  3. nach dem Erstgespräch

    Angebot und Konditionen, Stufe „Angebot“4

    Kanal
    E-Mail
    Auslöser
    Recruiter setzt Stufe
    Voraussetzung
    Pipeline für Akquise angelegt
  4. Angebot ohne Antwort nach einer Woche

    Erinnerung an den Recruiter

    Kanal
    Aufgabe
    Auslöser
    Stufe seit sieben Tagen unverändert
    Voraussetzung
    Workflow mit Bedingung
  5. während der Suche

    Wöchentlicher Zwischenstand an den Kunden10

    Kanal
    E-Mail oder Telefon
    Auslöser
    Wiederkehrende Aufgabe
    Voraussetzung
    Suchauftrag als Objekt mit Stand
  6. nach Arbeitsbeginn des Kandidaten

    Nachfrage bei Kunde und Kandidat, ob alles passt

    Kanal
    Telefon
    Auslöser
    Startdatum erreicht plus festgelegte Wochen
    Voraussetzung
    Startdatum am Placement gepflegt
  7. vor Ende einer vereinbarten Nachbesetzungsfrist

    Gespräch über Zufriedenheit und nächste Bedarfe

    Kanal
    Telefon oder Termin
    Auslöser
    Datum aus dem Vertrag
    Voraussetzung
    Nur wenn eine solche Frist vereinbart ist

4.4Grenzen

Was Sie besser nicht automatisieren

  • Die erste Ansprache passiver Kandidaten. Serienbotschaften mit Platzhaltern werden erkannt und schaden dem Ruf der Beratung.
  • Absagen nach einem Interview beim Kunden. Wer sich vorgestellt hat, verdient einen Anruf oder eine persönliche Nachricht.
  • Die Weitergabe von Kandidatenprofilen an Kunden. Jede Vorstellung braucht die Zustimmung des Kandidaten für genau diesen Kunden.
  • Gehalts- und Vertragsverhandlungen. Hier zählt der Ton, nicht die Geschwindigkeit.
  • Werbliche Nachrichten ohne dokumentierte Einwilligung. Ob eine Nachricht an Kandidaten oder Kunden als Werbung gilt und was dafür nötig ist, ist eine Rechtsfrage für Ihren Betrieb.
  • Automatische Entscheidungen über Kandidaten, etwa Aussortieren nach Stichworten, ohne dass ein Mensch prüft.

Bauen Sie einen der drei Abläufe oben im Testkonto nach, mit Ihren eigenen Fristen. Das zeigt schneller als jede Funktionsliste, ob die Logik zu Ihrer Arbeitsweise passt.

Follow-up-Abläufe mit GoHighLevel testen

Stufe 05 von 08 · Datenschutz

Kandidatendaten, Einwilligung und Löschung

Ein Recruitment CRM sammelt Daten über Menschen, oft ohne dass sie sich beworben haben. Das ist erlaubt, aber nicht beliebig. Diese Stufe zeigt, was Sie vor der Einführung klären sollten.

5.1Grundsatz

Welche Daten ins CRM gehören und welche nicht

Die konkrete datenschutzrechtliche Bewertung hängt von der Konfiguration, den eingesetzten Diensten und dem konkreten Verarbeitungsprozess ab. Einige Grundsätze gelten aber unabhängig vom Produkt.

Jede Verarbeitung personenbezogener Daten braucht eine Rechtsgrundlage, und Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es für ihren Zweck erforderlich ist. Für ein Recruitment CRM heißt das praktisch: Legen Sie vor der Einführung fest, zu welchem Zweck Sie welche Daten speichern und wann sie gelöscht werden. Ein System, in dem alles für immer liegt, ist kein Talent Pool, sondern ein Risiko.13

  • In strukturierte Felder: Kontaktdaten, Qualifikation, Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellung, Quelle, Einwilligungsstatus mit Datum, Löschdatum.
  • In Notizen: was für die Vermittlung relevant ist, sachlich formuliert. Schreiben Sie so, als würde der Kandidat die Notiz lesen; im Fall einer Auskunftsanfrage tut er das.
  • Nicht ins CRM: Angaben zu Gesundheit, Religion, Herkunft oder Familienplanung, die in Gesprächen nebenbei fallen. Sie sind für eine Vermittlung selten erforderlich und besonders geschützt.
  • Nicht in Freitextfelder: Bewertungen der Persönlichkeit, die Sie nicht begründen könnten.

5.2Active Sourcing

Informationspflicht bei angesprochenen Kandidaten

Wer Kandidaten aus Business-Netzwerken, Datenbanken oder Empfehlungen ins CRM übernimmt, hat die Daten nicht bei ihnen selbst erhoben. Dafür gilt eine eigene Pflicht.

Art. 14 DSGVO, Auszug12

„Werden personenbezogene Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben, so teilt der Verantwortliche der betroffenen Person Folgendes mit: […]“, darunter „aus welcher Quelle die personenbezogenen Daten stammen“, und zwar „innerhalb einer angemessenen Frist nach Erlangung der personenbezogenen Daten, längstens jedoch innerhalb eines Monats“.

Für die Praxis bedeutet das: Wer einen Kandidaten aus einem Netzwerkprofil im CRM anlegt, sollte ihn spätestens innerhalb eines Monats informieren, dass und woher seine Daten verarbeitet werden. Viele Beratungen verbinden das mit der ersten Ansprache. Ein CRM hilft dabei, wenn die Quelle beim Anlegen erfasst wird und ein Ablauf an die Information erinnert. Ob im Einzelfall eine der Ausnahmen der Norm greift, ist eine Rechtsfrage.

5.3Fristen

Aufbewahren und löschen: warum nicht sofort und nicht für immer

§ 15 Abs. 4 AGG14

„Ein Anspruch nach Absatz 1 oder 2 muss innerhalb einer Frist von zwei Monaten schriftlich geltend gemacht werden […]. Die Frist beginnt im Falle einer Bewerbung oder eines beruflichen Aufstiegs mit dem Zugang der Ablehnung […].“

Diese Frist ist der Grund, warum Unterlagen nach einer Absage häufig noch einige Monate aufbewahrt werden: um sich gegen einen Vorwurf der Benachteiligung verteidigen zu können. Das Gesetz legt aber keine Löschfrist fest. Wie lange Sie Unterlagen nach einer Absage aufbewahren, entscheiden Sie mit Ihrer Datenschutzberatung, und Sie dokumentieren es. Für Kandidaten im Talent Pool gilt, was in der Einwilligung steht.14

Technisch braucht ein CRM dafür drei Dinge: ein Feld mit dem Löschdatum, eine Liste oder einen Filter mit allen fälligen Löschungen und eine Möglichkeit, Kontakte samt Dateien und Verlauf tatsächlich zu löschen. Prüfen Sie das Letzte im Testkonto: Bleiben nach dem Löschen Spuren in Berichten, Unterhaltungen oder Protokollen?

5.4Anbieter

Auftragsverarbeitung und Speicherort

Liegen Kandidatendaten in der Software eines Anbieters, verarbeitet dieser sie in Ihrem Auftrag. Dafür braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und weitere Unterauftragnehmer braucht es nur mit Ihrer Genehmigung.16

Bei GoHighLevel steht ein solcher Vertrag bereit; HighLevel ordnet sich darin als Auftragsverarbeiter ein und gibt eine Zertifizierung nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework an. Die Produktinfrastruktur liegt nach Angabe des Herstellers in den USA. Der Hersteller schreibt selbst, dass die Nutzung des Produkts allein niemanden DSGVO-gerecht macht. Eine Wahl des Speicherorts in der EU nennt die gelesene Seite nicht.1718

5.5Zugriff

Wer sieht welche Kandidaten?

Vertrauliche Suchen, etwa für eine Geschäftsführung, deren Nachfolge noch nicht bekannt ist, oder Kandidaten, die bei einem Kunden des eigenen Hauses beschäftigt sind, verlangen eingeschränkte Sichtbarkeit. Prüfen Sie im Testkonto mit einem zweiten Nutzer, ob sich die Sicht auf zugewiesene Kandidaten begrenzen lässt und ob das auch für Unterhaltungen und Berichte gilt.11

Ein Änderungsprotokoll hilft, nachzuvollziehen, wer wann etwas geändert hat. Bei GoHighLevel werden Einträge nach Angabe des Herstellers 60 Tage aufbewahrt. Für den Nachweis, dass eine Löschung erfolgt ist, reicht das nicht; dafür brauchen Sie eine eigene Dokumentation, etwa ein Löschprotokoll außerhalb des CRM.19

Legen Sie im Testkonto die Felder „Quelle“, „Einwilligung bis“ und „Löschen am“ an und prüfen Sie mit einem zweiten Nutzer, wer was sieht.

Rechte und Datenfelder selbst prüfen

Stufe 06 von 08 · Vergleich

Systeme vergleichen, ohne Punkte zu verteilen

Sechs Systeme, die im Recruiting-Umfeld häufig genannt werden. Sie gehören zu verschiedenen Gattungen und sind deshalb nicht auf einer Skala vergleichbar. Verglichen wird, wofür sie gebaut sind.

6.1Methode

Zwölf Kriterien und wie Sie jedes prüfen

Warum hier keine Noten stehen: Diese Website verdient an einem der verglichenen Anbieter. Eine Punktwertung ohne nachvollziehbaren Test wäre Werbung, die wie ein Urteil aussieht. Stattdessen die Kriterien, mit denen Sie selbst vergleichen können.

  1. Kandidatenmanagement

    Profil, Dateien, Notizen, Suche. Prüfen: einen echten Lebenslauf anlegen und über ein Stichwort wiederfinden.

  2. Kundenmanagement

    Firmen, Ansprechpartner, Historie. Prüfen: Welche Kandidaten wurden Kunde X vorgestellt?

  3. Pipeline

    Eigene Stufen für Kandidaten und Aufträge. Prüfen: Wie lange liegt ein Kandidat schon in einer Stufe?

  4. Automatisierung

    Regeln mit Auslöser, Bedingung, Wartezeit. Prüfen: eine Erinnerung drei Tage nach dem Interview.

  5. Kommunikation

    E-Mail, Telefon, SMS, Messenger in einem Verlauf. Prüfen: Kosten pro Kanal in Deutschland.

  6. Terminplanung

    Buchungslink, Kalenderabgleich, Erinnerung. Prüfen: Bucht ein Testkandidat wirklich ohne Rückfrage?

  7. Reporting

    Stufen, Quellen, Besetzungsdauer. Prüfen: Quelle der letzten zehn Placements auswerten.

  8. Integrationen

    ATS, Kalender, Jobbörsen, Buchhaltung. Prüfen: dokumentierte Anbindung an Ihr bestehendes System.

  9. ATS-Funktionen

    Stellenanzeigen, Bewerbungseingang, Auswahl im Team. Prüfen: Brauchen Sie das überhaupt im selben System?

  10. Anpassbarkeit

    Eigene Felder und Objekte. Prüfen: Ein Suchauftrag mit Ihren Pflichtfeldern.

  11. Datenschutz

    Auftragsverarbeitung, Speicherort, Löschung, Rechte. Prüfen: vollständiges Löschen eines Kandidaten.

  12. Preisstruktur

    Pro Nutzer oder pro Konto, Verbrauchskosten, Einführung. Prüfen: Rechnung für Ihre Teamgröße in drei Jahren.

6.2Sechs Systeme

GoHighLevel, Bullhorn, Zoho Recruit, HubSpot, Salesforce, Personio

Die Reihenfolge ist die der früheren Fassung dieser Website und keine Rangfolge. Zu jedem System: Gattung, Preisangabe nach Quelle und wann es eher passt oder eher nicht.

GoHighLevel

CRM mit Marketing-Automatisierung, Kommunikation und Terminbuchung

Preisangabeab 97 USD pro Konto und Monat, Nutzer unbegrenzt, Verbrauch extra20

Passt eher

  • Kleine und mittlere Vermittlungen, die Kommunikation, Nachfassen und Kundenakquise in einem System bündeln wollen
  • Teams, die Stufen und Abläufe selbst gestalten möchten
  • Wachsende Teams, bei denen Preise pro Nutzer schnell steigen würden

Passt weniger

  • Wer ein fertiges ATS mit Stellenveröffentlichung und Lebenslauf-Import erwartet
  • Wer ein vorgefertigtes Datenmodell für Personaldienstleister ohne Einrichtungsarbeit sucht
  • Wer Datenhaltung in der EU zur Bedingung macht (Infrastruktur laut Hersteller in den USA)

Bullhorn

ATS und CRM für Personal- und Recruitingfirmen (Selbstbeschreibung)

Preisangabeab 99 USD pro Nutzer und Monat (Starter), 165 USD (Core), weitere Tarife auf Anfrage1

Passt eher

  • Personaldienstleister, die ein fertiges Branchenmodell mit Kandidaten, Kunden und Placements wollen
  • Firmen mit hohem Volumen an Suchaufträgen und Bewerbungen

Passt weniger

  • Einzelberater und sehr kleine Teams, für die Preise pro Nutzer und Einführungsaufwand ins Gewicht fallen
  • Wer Kommunikation und Marketing breiter automatisieren will als im Recruiting-Kontext nötig

Zoho Recruit

Recruiting-Software mit Editionen für Personaldienstleister und für Unternehmens-HR

PreisangabeTarife nach Zahl aktiver Stellenangebote; Beträge beim Abruf nicht lesbar21

Passt eher

  • Vermittlungen, die ein ATS mit Kundenseite suchen und den Preis an Stellenangeboten ausrichten wollen
  • Teams, die bereits andere Zoho-Produkte nutzen

Passt weniger

  • Wer vor allem breite Kommunikation und Marketing-Automatisierung sucht
  • Wer Preise vorab verbindlich vergleichen will: Prüfen Sie die Beträge in Ihrer Währung auf der Seite

HubSpot

Allgemeines CRM für Vertrieb und Marketing

Preisangabekostenlos für bis zu 2 Benutzer, Sales Hub ab 7 EUR pro Lizenz und Monat, Professional ab 90 EUR zuzüglich Onboarding22

Passt eher

  • Die Kundenseite: Akquise, Angebote, Marketing an Unternehmen
  • Vermittlungen, deren Kandidaten in einem getrennten ATS liegen

Passt weniger

  • Die Kandidatenseite ohne Umbau: Kandidaten mit Lebenslauf, Verfügbarkeit und Suchaufträgen sind kein Standardobjekt eines Vertriebs-CRM

Salesforce

Allgemeine CRM-Plattform mit sehr weitgehender Anpassung

PreisangabeSales Cloud ab 25 EUR pro Benutzer und Monat (Starter Suite), Pro Suite 100 EUR23

Passt eher

  • Größere Organisationen mit eigener Administration, die ein Recruiting-Modell selbst bauen oder über Partnerlösungen beziehen
  • Wer CRM und andere Unternehmensprozesse auf einer Plattform verbinden will

Passt weniger

  • Kleine Teams ohne Administrationskapazität
  • Wer nach wenigen Tagen arbeitsfähig sein muss

Personio

HR-Software für die Personalarbeit von Unternehmen, mit Recruiting-Modul

Preisangabekeine Angabe: Die Herstellerseite war beim Abruf am 2026-09-22 nicht erreichbar

Passt eher

  • Interne Personalabteilungen, die Bewerbermanagement und Personalverwaltung zusammen führen wollen

Passt weniger

  • Externe Vermittlungen: HR-Software ist für die eigenen Beschäftigten gebaut, nicht für Kunden und Suchaufträge

Wenn Sie ein ATS behalten wollen: Testen Sie, ob ein CRM mit Pipelines und Abläufen die Beziehungsarbeit daneben trägt, ohne dass Daten doppelt gepflegt werden.

GoHighLevel neben Ihrem ATS testen

6.3Kosten

Preismodelle: pro Nutzer oder pro Konto

Die Listenpreise gelten für sehr verschiedene Produkte. Die Rechnung zeigt deshalb nicht, was günstiger ist, sondern wie sich die Preismodelle mit der Teamgröße verhalten.

Monatlicher Listenpreis nach Teamgröße (Recruiter mit eigenem Zugang)
TarifModell1 Person3 Personen5 Personen10 Personen
GoHighLevel Starter20CRM mit Automatisierung pro KontoNutzer unbegrenzt; Verbrauch (SMS, E-Mail, Telefonie) extra 97 USD97 USD97 USD97 USD
GoHighLevel Unlimited20CRM mit Automatisierung pro Kontowie Starter, unbegrenzte Unterkonten 297 USD297 USD297 USD297 USD
Bullhorn Starter1ATS und CRM für Personaldienstleister pro NutzerEinstiegspreis laut Herstellerseite 99 USD297 USD495 USD990 USD
Bullhorn Core1ATS und CRM für Personaldienstleister pro NutzerPro und Max nur auf Anfrage 165 USD495 USD825 USD1.650 USD
Salesforce Starter Suite23Allgemeines Sales CRM pro Nutzerohne Recruiting-Erweiterungen 25 EUR75 EUR125 EUR250 EUR
Salesforce Pro Suite23Allgemeines Sales CRM pro Nutzerjährliche Abrechnung 100 EUR300 EUR500 EUR1.000 EUR
HubSpot Sales Hub Starter22Allgemeines Sales CRM pro Nutzer„ab“-Preis pro Lizenz 7 EUR21 EUR35 EUR70 EUR
HubSpot Sales Hub Professional22Allgemeines Sales CRM pro Nutzer„ab“-Preis, Onboarding-Gebühr extra 90 EUR270 EUR450 EUR900 EUR

Beträge je in der Währung der Preisseite, ohne Umrechnung und ohne Umsatzsteuer. Nicht enthalten: Verbrauchskosten (bei GoHighLevel etwa SMS, E-Mail-Versand und Telefonie), Einführung, Schulung, Zusatzmodule, Onboarding-Gebühren und Rabatte bei jährlicher Zahlung. Vergleichen Sie Zeilen nur innerhalb derselben Gattung: Ein allgemeines Sales CRM für 25 EUR hat keine Kandidatenseite, die Sie nicht selbst bauen.2022

Was in keiner Preisliste steht

  • Einrichtungszeit: Pipelines, Felder, Abläufe und Vorlagen baut jemand. Bei flexiblen Plattformen mehr, bei Branchensoftware weniger, dafür dort oft eine kostenpflichtige Einführung.
  • Datenübernahme: Kandidaten, Kunden und Dateien aus Tabellen und Postfächern. Planen Sie Zeit für Dubletten und veraltete Datensätze ein.
  • Verbrauch: SMS und Messenger kosten pro Nachricht, Telefonie pro Minute.
  • Doppelte Systeme: Wer ATS und CRM parallel betreibt, zahlt zweimal und pflegt Schnittstellen.

Preise ändern sich. Prüfen Sie Tarife und Verbrauchskosten am Tag Ihrer Entscheidung beim Anbieter selbst.

Aktuelle Preise beim Anbieter ansehen

6.4Wer braucht was

Fünf Profile: vom Einzel-Headhunter bis zum Staffing-Unternehmen

  • Einzelner Headhunter

    Wenige, hochwertige Mandate; Netzwerk ist das Kapital.

    Passt
    Ein schlankes CRM mit Pipeline, Kalender und Erinnerungen; Talent Pool mit sauberer Einwilligung.
    Grenze
    Ein volles ATS ist meist Ballast. Preise pro Nutzer sind hier unkritisch, Einrichtungszeit dagegen nicht.
  • Personalberatung, 3 bis 10 Berater

    Mehrere Suchaufträge parallel, gemeinsame Kandidaten, Akquise nebenbei.

    Passt
    Recruitment CRM mit Kundenseite, Aufgaben, Rechten und gemeinsamen Abläufen.
    Grenze
    Ohne klare Regeln zur Pflege entsteht dasselbe Chaos wie in Tabellen, nur teurer.
  • Executive Search

    Vertrauliche Mandate, lange Zyklen, Referenzen, Mapping ganzer Zielunternehmen.

    Passt
    Starke Rechteverwaltung, Verknüpfung Kandidat zu Unternehmen, lange Historie.
    Grenze
    Massenkommunikation spielt kaum eine Rolle; Automatisierung vor allem für Erinnerungen.
  • Staffing und Arbeitnehmerüberlassung

    Hohes Volumen, Einsätze, Verfügbarkeiten, Zeiten und Abrechnung.

    Passt
    Branchensoftware für Personaldienstleister mit Einsatzplanung; ein CRM ergänzend für Akquise und Kommunikation.
    Grenze
    Ein CRM übernimmt weder Lohn noch Einsatzabrechnung.
  • Internes Recruiting-Team

    Eigene Stellen, Fachbereiche statt Kunden, oft viele Bewerbungen.

    Passt
    ATS als Kern; CRM-Funktionen für Talent Pools, wenn aktiv gesucht wird.
    Grenze
    Die Kundenseite eines Recruitment CRM bleibt ungenutzt.

6.5Vor der Entscheidung

Zwölf Fragen, bevor Sie unterschreiben

  • Welche drei Stellen in unserem Ablauf reißen heute am häufigsten, und löst das System genau diese?
  • Brauchen wir ein ATS, ein CRM oder beides, und welches ist für welche Daten der Ort der Wahrheit?
  • Kann das System einen Kandidaten mit mehreren Suchaufträgen und Kunden verknüpfen?
  • Wie kommen unsere Daten hinein, und wie kommen sie bei einem Wechsel wieder heraus?
  • Was kostet es für unsere Teamgröße heute und in drei Jahren, einschließlich Verbrauch?
  • Wer richtet es ein, und wie viele Tage sind dafür realistisch eingeplant?
  • Wo liegen die Daten, und liegt ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung vor?
  • Können wir Löschfristen und Einwilligungen abbilden und fällige Löschungen auflisten?
  • Kann ein Kollege nur seine eigenen Kandidaten sehen, wenn das nötig ist?
  • Gibt es eine dokumentierte Anbindung an unseren Kalender, unser Postfach und gegebenenfalls unser ATS?
  • In welcher Sprache sind Oberfläche und Hilfe, und ist das für das ganze Team in Ordnung?
  • Haben wir es mit einem echten Suchauftrag getestet, nicht nur mit Demodaten?

Stufe 07 von 08 · GoHighLevel

GoHighLevel im Recruiting: wofür es passt und wofür nicht

GoHighLevel ist ein CRM mit Kommunikation, Terminbuchung, Formularen und Automatisierung. Es ist kein ATS, kein HR-System und keine Lohnsoftware. Für die Beziehungsseite des Recruitings kann es trotzdem gut passen.

7.1Einordnung

Was GoHighLevel ist, und was es nicht ist

GoHighLevel (Hersteller: HighLevel) ist nach seiner Preisseite auf Agenturen zugeschnitten, die Unterkonten für Kunden führen; im Mittelpunkt stehen Marketing, Vertrieb und Kommunikation. Daraus erklären sich seine Stärken und seine Lücken im Recruiting.

Dokumentiert sind unter anderem: Pipelines mit eigenen Stufen, Workflows aus Auslöser und Aktionen, Buchungskalender, Formulare, die Kontakte anlegen, ein gemeinsamer Verlauf über E-Mail, SMS, WhatsApp und weitere Kanäle, Aufgaben, Rollen mit eingeschränkter Sicht und eigene Objekte, die sich mit Kontakten und Firmen verknüpfen lassen. Das ist die Werkzeugkiste für die Beziehungsarbeit: Ansprechen, Nachfassen, Termine, Kundenakquise, Talent-Pool-Pflege.46515710113

Was GoHighLevel nicht ist

  • Kein Bewerbermanagementsystem: Stellenveröffentlichung auf Jobbörsen und die formale Auswahl im Team sind in den gelesenen Hilfeartikeln nicht beschrieben.
  • Kein Lebenslauf-Parser: Dateien lassen sich am Kontakt ablegen; ein automatisches Auslesen haben wir nicht dokumentiert gefunden.2
  • Kein HR-System und keine Lohnsoftware: Personalakte, Arbeitsverträge, Zeiterfassung und Abrechnung in der Überlassung gehören in andere Systeme.
  • Kein fertiges Recruiting-Modell: Kandidat, Suchauftrag, Vorstellung und Placement bauen Sie aus allgemeinen Bausteinen.

7.2Aufbau

So lässt sich ein Recruiting-Modell in GoHighLevel abbilden

Ein Vorschlag, keine Vorlage des Herstellers. Er zeigt, welcher Recruiting-Begriff welchem Baustein entsprechen kann.

  1. Kandidat

    Kontakt mit Tag „Kandidat“

    Eigene Felder für Fachgebiet, Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellung, Quelle, Einwilligung, Löschdatum.

  2. Lebenslauf, Zeugnisse

    Dateifeld am Kontakt

    PDF und DOCX werden unterstützt; kein automatisches Auslesen.

  3. Kunde

    Firma

    Mit mehreren Ansprechpartnern als Kontakte mit Tag „Kunde“.

  4. Suchauftrag, Stelle

    Eigenes Objekt

    Verknüpft mit Firma, Ansprechpartner und Kandidaten.

  5. Kandidatenprozess

    Pipeline „Kandidaten“

    Stufen wie angesprochen, im Gespräch, qualifiziert, vorgestellt, Interview, Angebot, platziert, Talent Pool.

  6. Akquise

    Pipeline „Kunden“

    Stufen wie Interessent, Erstgespräch, Angebot, Suchauftrag, Nachbetreuung.

  7. Vorstellung beim Kunden

    Verkaufschance oder Verknüpfung

    Je Kandidat und Suchauftrag ein Eintrag, damit sichtbar bleibt, wer wo vorgestellt wurde.

Bausteine laut Hersteller-Hilfe324

Der Aufbau dauert, je nach Anspruch, von einem Nachmittag bis zu einigen Tagen. Er lohnt sich, wenn Sie Stufen und Begriffe genau so haben wollen, wie Ihr Team arbeitet. Er lohnt sich nicht, wenn Sie am liebsten eine fertige Branchenlösung einschalten würden. Konfigurationen lassen sich bei GoHighLevel als Vorlage (Snapshot) auf weitere Konten übertragen; eine Recruiting-Vorlage des Herstellers haben wir aber nicht gelesen.24

7.3Einsatzfelder

Wo es im Recruiting passt

  • Kundenakquise

    Formular auf der eigenen Website, Rückrufaufgabe, Akquise-Pipeline, Nachfass-Erinnerungen. Das liegt am nächsten an den Vertriebs- und Marketingaufgaben, auf die das Produkt ausgerichtet ist.154

  • Terminlogistik

    Buchungslinks für Kennenlerngespräche, Erinnerungen vor dem Termin, Stufenwechsel nach der Buchung.5

  • Kandidatenkommunikation

    E-Mail, SMS und Messenger in einem Verlauf je Kandidat, sichtbar für das Team statt im persönlichen Postfach.7

  • Talent-Pool-Pflege

    Regelmäßige, persönliche Nachfragen als Aufgabe; Segmente nach Fachgebiet und Einwilligung.610

  • Kurzbewerbung

    Ein Formular für Initiativkontakte legt den Kandidaten an und startet einen Ablauf. Die Einwilligungsabfrage gestalten Sie selbst.15

  • Kleine Teams

    Preis pro Konto statt pro Nutzer; Rollen mit eingeschränkter Sicht für vertrauliche Mandate.2011

7.4Mit ATS

GoHighLevel neben einem ATS

Wer ein ATS behält, kann GoHighLevel für die Seiten einsetzen, die das ATS nicht abdeckt: Kundenakquise, Talent-Pool-Pflege, Terminlogistik. Entscheidend ist die Grenze. Eine praktikable Aufteilung: Das ATS ist der Ort für laufende Auswahlverfahren; das CRM für alles davor (Ansprache, Akquise) und danach (Talent Pool, Nachbetreuung). Kandidaten wechseln das System an klar definierten Punkten, zum Beispiel bei der Vorstellung beim Kunden und nach der Absage.

Wie die Daten wechseln, klären Sie vor dem Start: per Schnittstelle, wenn beide Systeme eine dokumentierte anbieten, sonst per Export oder von Hand. Eingehende Webhooks, die einen Ablauf starten, sind bei GoHighLevel dokumentiert; ob Ihr ATS etwas sendet, das sie verarbeiten können, beantwortet nur der ATS-Anbieter.25

7.5Testplan

In sieben Schritten prüfen, ob es für Ihre Vermittlung passt

Öffentlich nennt HighLevel einen Testzeitraum von 14 Tagen. Über den Partnerlink dieser Website können andere Bedingungen gelten; wir beschreiben sie nicht, weil wir sie nicht geprüft haben. Maßgeblich ist, was Ihnen bei der Anmeldung angezeigt wird.

  1. Einen echten Suchauftrag wählen

    Anonymisiert: Kunde, Stelle, drei Kandidaten in verschiedenen Stufen, ein offenes Feedback.

  2. Zwei Pipelines anlegen

    Kandidaten und Kunden, mit Ihren eigenen Stufennamen.4

  3. Felder und Objekt bauen

    Quelle, Einwilligung bis, Löschen am; ein Objekt „Suchauftrag“ mit Verknüpfung zur Firma.3

  4. Einen Buchungslink verschicken

    An sich selbst als Testkandidat. Erscheint der Termin im Kalender und am Profil?5

  5. Einen Ablauf bauen

    Erinnerung an den Recruiter, wenn drei Tage nach dem Interview kein Feedback eingetragen ist.6

  6. Rechte prüfen

    Zweiter Nutzer mit „nur zugewiesene Daten“: Was sieht er, was nicht?11

  7. Löschen prüfen

    Einen Testkandidaten vollständig löschen und nachsehen, ob Spuren bleiben.

Mit dem Plan oben wissen Sie nach einigen Stunden, ob GoHighLevel Ihre Beziehungsarbeit trägt, und falls nicht, warum.

GoHighLevel ausprobieren

Stufe 08 von 08 · FAQ und Fazit

Häufige Fragen und Fazit

Die fünfzehn Fragen, die Personalvermittlungen, Personalberatungen und Recruiting-Teams zum Thema am häufigsten stellen, mit Antworten ohne Rangliste.

8.1FAQ

Fragen zu Recruitment CRM, ATS und GoHighLevel

Welche CRM-Software eignet sich für Recruiting-Agenturen?

Das hängt davon ab, wo Ihr Schwerpunkt liegt. Personaldienstleister mit hohem Volumen und Bedarf an Stellenveröffentlichung sind mit spezialisierten Systemen, die ATS und CRM verbinden, meist besser bedient. Kleinere Vermittlungen und Personalberatungen, deren Arbeit vor allem aus Beziehung, Nachfassen und Akquise besteht, können mit einem flexiblen CRM gut arbeiten. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht; die fünf Profile in Stufe 06 helfen bei der Einordnung.

Was ist der Unterschied zwischen einem ATS und einem Recruitment CRM?

Ein ATS (Applicant Tracking System, Bewerbermanagementsystem) steuert das Auswahlverfahren zu einer Stelle: Ausschreibung, Eingang, Sichtung, Einladung, Zu- oder Absage. Ein Recruitment CRM pflegt Beziehungen, auch ohne offene Stelle: passive Kandidaten, Talent Pools, Follow-ups und bei Vermittlungen die Kundenseite. Manche Produkte verbinden beides. Ein CRM ersetzt nicht automatisch ein ATS, und ein ATS hat nicht automatisch alle CRM-Funktionen.

Warum verlieren Recruiting-Teams Kandidaten ohne CRM?

Meist nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil Zusagen an Kandidaten über Postfächer, Tabellen und Köpfe verteilt sind. Ein Kandidat, der nach dem Interview eine Woche nichts hört, zieht eigene Schlüsse. Ein CRM macht sichtbar, wer wie lange wartet, und erinnert daran. Wie viele Kandidaten Ihnen dadurch heute verloren gehen, lässt sich nicht pauschal beziffern; die frühere Fassung dieser Website nannte dazu Zahlen ohne Quelle.

Kann GoHighLevel Recruiting-Prozesse vollständig automatisieren?

Nein, und das sollte auch kein Ziel sein. Dokumentiert sind Abläufe aus Auslöser und Aktionen, etwa nach einer Terminbuchung oder einem Formular. Damit lassen sich Erinnerungen, Terminlogistik und Pflichtinformationen automatisieren. Ansprache, Qualifizierung, Absagen und Verhandlungen bleiben persönliche Arbeit.6

Welche Software verbessert die Kandidatenkommunikation?

Jede, die alle Kanäle eines Kandidaten in einem gemeinsamen Verlauf zusammenführt, den das Team sieht. Bei GoHighLevel ist ein solcher Verlauf über E-Mail, SMS, WhatsApp und weitere Kanäle dokumentiert; WhatsApp und SMS kosten zusätzlich. Ob Kandidaten auf SMS schneller antworten als auf E-Mail, hängt von Zielgruppe und Anlass ab. Belastbare Zahlen dazu haben wir nicht.78

Ist GoHighLevel besser als Bullhorn für Personalvermittler?

Die beiden lösen unterschiedliche Aufgaben. Bullhorn beschreibt sich als ATS und CRM für Personal- und Recruitingfirmen und bringt die Branchenstruktur mit. GoHighLevel ist ein allgemeines CRM mit starker Kommunikation und Automatisierung, das Sie für Recruiting selbst einrichten. Wer ein fertiges Branchenmodell mit ATS braucht, sieht sich eher Bullhorn und ähnliche Systeme an; wer vor allem Beziehungen, Termine und Akquise bündeln will, kann GoHighLevel prüfen. Diese Website erhält eine Provision von GoHighLevel, nicht von Bullhorn.1

Wie viel kostet ein Recruitment CRM?

Die Preismodelle unterscheiden sich stärker als die Beträge. GoHighLevel berechnet pro Konto (ab 97 USD im Monat, Nutzer unbegrenzt, Verbrauch extra), Bullhorn pro Nutzer (ab 99 USD), allgemeine CRM wie Salesforce und HubSpot ebenfalls pro Nutzer, in Euro. Dazu kommen Einrichtung, Datenübernahme und Verbrauch. Die Rechnung für verschiedene Teamgrößen steht in Stufe 06.201

Welche Funktionen muss ein gutes Recruitment CRM haben?

Mindestens: Kandidatenprofile mit Dateien und Verlauf, Kundenfirmen mit Ansprechpartnern, eine Verknüpfung zwischen Kandidat und Suchauftrag, Pipelines mit eigenen Stufen, Terminbuchung, Aufgaben mit Fälligkeit, Erinnerungen nach Fristen, Rechte für vertrauliche Suchen und die Möglichkeit, Einwilligungen und Löschfristen abzubilden. Die vollständige Liste mit Prüffragen steht in Stufe 03.

Wie lange dauert die Einführung eines Recruitment CRM?

Das hängt weniger von der Software ab als von Ihren Daten und Entscheidungen: Welche Stufen, welche Felder, welche Löschfristen, welche Daten werden übernommen? Ein schlanker Aufbau mit einem Suchauftrag ist an einem Tag testbar. Eine vollständige Einführung mit Datenübernahme und Schulung des Teams dauert länger. Seriöse Pauschalangaben gibt es nicht.

Kann GoHighLevel als vollständiges ATS genutzt werden?

Nein. GoHighLevel ist ein CRM. Stellenveröffentlichung auf Jobbörsen, Massensichtung von Bewerbungen und Lebenslauf-Parsing sind in den gelesenen Hilfeartikeln nicht beschrieben. Kleine Beratungen ohne Ausschreibungen kommen unter Umständen ohne ATS aus; das ist dann eine Entscheidung gegen ein ATS, nicht ein ATS in GoHighLevel.2

Welche Systeme helfen bei der Interviewplanung?

Viele, auf unterschiedliche Weise: Buchungskalender im CRM, Interviewplanung im ATS oder eigenständige Terminwerkzeuge. Der Vorteil einer Buchung im CRM ist, dass der Termin am Kandidatenprofil hängt und einen Ablauf auslösen kann. Bei GoHighLevel sind Buchungskalender mit teilbarem Link und Google-Kalender-Abgleich dokumentiert. Termine beim Kunden hängen trotzdem an dessen Kalender.5

Warum nutzen Staffing-Unternehmen CRM-Systeme?

Weil dieselben Kandidaten für mehrere Einsätze infrage kommen und Kundenbeziehungen über Jahre laufen. Ein CRM hält beides aktuell. Für Arbeitnehmerüberlassung gilt aber: Einsatzplanung, Zeiterfassung und Lohn gehören in Branchensoftware; ein CRM ergänzt sie bei Akquise und Kommunikation.

Wie verbessert ein CRM die Candidate Experience?

Indirekt: indem Zusagen eingehalten werden. Kandidaten erleben einen Prozess als professionell, wenn sie wissen, wo sie stehen, wann sie etwas hören und wer zuständig ist. Ein CRM erinnert an Zwischenstände und macht Termine einfach. Die Freundlichkeit einer Absage kann es nicht ersetzen.

Eignet sich GoHighLevel für kleine Recruiting-Teams und Einzelberater?

Für die Beziehungsseite kann es passen: Der Preis gilt pro Konto, Nutzer sind nach der Preisseite unbegrenzt. Dagegen stehen der Aufwand, ein Recruiting-Modell selbst einzurichten, und Verbrauchskosten für SMS und Telefonie. Den Support haben wir nicht getestet. Öffentlich wird ein Testzeitraum von 14 Tagen genannt.20

Welche Alternativen zu GoHighLevel gibt es im Recruiting?

Je nach Aufgabe: spezialisierte Systeme mit ATS und CRM für Personaldienstleister (etwa Bullhorn), Recruiting-Software mit Editionen für Vermittlungen (etwa Zoho Recruit), allgemeine CRM wie HubSpot oder Salesforce für die Kundenseite und HR-Suiten mit Bewerbermanagement für interne Teams. Eine Rangfolge geben wir nicht; die Kriterien in Stufe 06 helfen beim eigenen Vergleich.121

8.2Fazit

Fazit: erst die Aufgabe, dann das System

Ein Recruitment CRM löst ein bestimmtes Problem: Beziehungen zu Kandidaten und Kunden über Zeit und über Kollegen hinweg zu halten. Es ist nicht dasselbe wie ein ATS, und es ersetzt keine HR-Software. Wer das auseinanderhält, trifft die Auswahl schneller und erlebt nach der Einführung weniger Überraschungen.

Für Personalvermittlungen und Personalberatungen ist die Doppelpipeline der Prüfstein: Kann das System Kandidat, Suchauftrag und Kunde verbinden, und sehen alle im Team denselben Stand? Spezialisierte Branchensysteme bringen das fertig mit. Flexible Plattformen wie GoHighLevel lassen es sich einrichten und bieten dafür breite Kommunikation, Terminbuchung und Automatisierung zu einem Preis pro Konto. Ein ATS ersetzen sie nicht.

Die beste Grundlage für die Entscheidung ist kein Vergleichsportal, auch nicht dieses, sondern ein echter Suchauftrag im Testkonto. Nehmen Sie den Testplan aus Stufe 07, klären Sie Löschfristen und Einwilligungen aus Stufe 05, und rechnen Sie die Kosten für Ihre Teamgröße in drei Jahren.

Wenn die Beziehungsseite Ihr Engpass ist: Sehen Sie sich an, wie GoHighLevel Pipelines, Kalender und Abläufe verbindet, und prüfen Sie es mit Ihrem eigenen Fall.

Mehr über GoHighLevel erfahren

Nächster Schritt

Mit einem echten Suchauftrag testen, nicht mit Versprechen

Ein Kunde, eine Stelle, drei Kandidaten in verschiedenen Stufen und ein offenes Feedback: Bauen Sie das im Testkonto nach. Danach wissen Sie mehr als nach jedem Vergleich, auch diesem.

Recruiting-Prozesse mit GoHighLevel prüfen

Belege

Quellen

Jede Angabe dieser Seite, die nicht aus eigener Überlegung stammt, steht hier: mit Abrufdatum, Adresse zum Nachprüfen (als Text, nicht verlinkt), dem Wortlaut und dem, was die Quelle ausdrücklich nicht belegt. Die frühere Fassung dieser Website nannte keine einzige Quelle.

  1. Bullhorn: Startseite und Preisangaben

    Bullhorn · abgerufen am 2026-09-22 · bullhorn.com/

    „The AI recruitment ATS & CRM […]“ · „Bullhorn is an AI recruitment platform that runs an entire staffing or recruitment firm in one system, from winning clients to sourcing, placing, and redeploying candidates.“ · Preise: „Bullhorn Starter“ 99 US-Dollar und „Bullhorn Core“ 165 US-Dollar pro Nutzer und Monat, „Pro“ und „Max“ auf Anfrage.

    Belegt: Dass Bullhorn sich ausdrücklich als ATS und CRM für Personaldienstleister beschreibt und öffentliche Einstiegspreise pro Nutzer in US-Dollar nennt.

    Belegt nicht: Keine Europreise, keine Einführungskosten, keine Mindestlaufzeit.

  2. HighLevel: Adding Files to Contacts using a Custom Field

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-22 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/48001171922-adding-files-to-contacts-using-a-custom-field

    „To upload a file within a contact's Custom Fields section, you must first create a custom field using the File Upload field type.“ „Supported document and image formats include PDF, DOCX, PNG, JPG, CSV, PPTX, and XLSX.“ „Each file can be up to 250 MB.“

    Belegt: Lebenslauf, Zeugnisse oder Profilbogen lassen sich als Datei an einem Kontakt ablegen, über ein selbst angelegtes Dateifeld.

    Belegt nicht: Kein automatisches Auslesen von Lebensläufen (Parsing). Eine solche Funktion ist in den für diese Seite gelesenen Hilfeartikeln nicht beschrieben; prüfen Sie das im Testkonto oder beim Hersteller.

  3. HighLevel: Getting Started with Custom Objects

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-22 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000003896-getting-started-with-custom-objects

    „Custom Objects let you model anything your business tracks that doesn't fit neatly into Contacts, Companies, or Opportunities.“ „Custom Objects can be linked to Contacts, Companies, Opportunities, and even other Custom Objects“. „Admins can define Custom Objects from Object Settings, then add custom fields, set up associations, and use them across tools like Workflows, Forms and Reporting.“

    Belegt: Eigene Objekte, etwa „Stelle“ oder „Suchauftrag“, lassen sich anlegen und mit Kontakten (Kandidaten, Ansprechpartnern), Firmen (Kunden) und Verkaufschancen verknüpfen.

    Belegt nicht: Keine Obergrenze je Tarif in diesem Artikel. Ein fertiges Datenmodell für Personalvermittlungen gibt es damit nicht; Sie bauen es selbst.

  4. HighLevel: Understanding Pipelines

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000001982-understanding-pipelines

    „Pipelines are visual workflow tools that show the progress of leads, deals, or customers from start to finish.“ „A pipeline is made up of stages, with each stage representing a step in your sales or customer journey.“

    Belegt: Was eine Pipeline und eine Stufe in diesem Produkt sind. Die Stufen legen Sie selbst fest, also auch Recruiting-Stufen.

    Belegt nicht: Keine fertigen Recruiting-Pipelines und keine Aussage zu Besetzungsquoten.

  5. HighLevel: Integrating Google with HighLevel Calendars

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000002369-integrating-google-with-highlevel-calendars

    „Google Calendar integration with HighLevel enables real-time scheduling, streamlined availability management, and seamless syncing across platforms.“ Aus „Getting Started: Setup a Booking Calendar“: „Share the calendar link to start booking appointments!“

    Belegt: Eine Kalenderfunktion, deren Link zur Terminbuchung geteilt wird, und die Synchronisierung mit Google Kalender.

    Belegt nicht: Keine Aussage zu anderen Kalendersystemen im Einzelfall und keine Wirkung auf Terminausfälle.

  6. HighLevel: Introduction to Workflows and Automations

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000002445-introduction-to-workflows-and-automations

    „A trigger is an event that sets your workflow into motion.“ „An action is the task performed in response to a trigger.“ Genannte Auslöser: Terminbuchung, Formular, Antwort auf eine Nachricht.

    Belegt: Das dokumentierte Modell (ein Auslöser, dann Aktionen) und die Beispiele, die der Hersteller selbst nennt.

    Belegt nicht: Keine vollständige Liste der Auslöser und keine Zeitersparnis.

  7. HighLevel: Getting Started with the New Conversations Experience

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000006610-getting-started-with-the-new-conversations-experience

    „Read the full history across Email, SMS, WhatsApp, Facebook/Instagram messages, and Internal Comments.“ · „Team Inbox: All conversations within the account (requires full data access).“

    Belegt: Ein gemeinsamer Verlauf je Kontakt über E-Mail, SMS, WhatsApp und Nachrichten aus Facebook und Instagram, dazu ein Team-Posteingang und interne Kommentare.

    Belegt nicht: Keine Kosten je Kanal (WhatsApp ist ein kostenpflichtiger Zusatz) und keine Antwortraten.

  8. HighLevel: WhatsApp Pricing, Billing and Rebilling Guide

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000001428-whatsapp-pricing-billing-and-rebilling-guide

    „Agency Charge $10 / month per sub-account“ · „WhatsApp in HighLevel now uses a per-message pricing model, charging businesses for each delivered message“.

    Belegt: WhatsApp kostet je aktiviertem Konto 10 US-Dollar im Monat, dazu Gebühren pro zugestellter Nachricht.

    Belegt nicht: Keine Nachrichtenpreise für Deutschland in dieser Zusammenfassung.

  9. HighLevel: Understanding Attribution Source

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/48001219997-understanding-attribution-source

    „Attribution provides a breakdown of which channels or sources a contact came from.“ · „Both are always stored on every single contact.“ (erste und letzte Zuordnung)

    Belegt: Jeder Kontakt speichert seine erste und letzte Quelle. Für Bewerberquellen ist das nutzbar, wenn Formulare und Links sauber gekennzeichnet sind.

    Belegt nicht: Keine recruiting-spezifischen Kennzahlen wie Time-to-Hire; die müssten Sie aus Pipeline-Stufen und Datumsfeldern selbst ableiten.

  10. HighLevel: Unified Task Management Across Contacts and Opportunities

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000005529-unified-task-management-across-contacts-and-opportunities

    „Unified Task Management in HighLevel allows you to create and manage tasks from both the Contacts and Opportunities modules using the same interface.“ · „You can filter tasks by assignee or task status“.

    Belegt: Aufgaben an Kontakten und Verkaufschancen, gefiltert nach zuständiger Person und Status.

    Belegt nicht: Keine Zeiterfassung und keine Projektplanung mit Abhängigkeiten.

  11. HighLevel: Manage Sub-Account User Roles & Permissions

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000002544-user-roles-permissions-and-assigned-data-subaccount

    „Admin: full access to all modules and settings in the sub-account“ · „User: restricted access; granular permissions apply.“ · „Toggle Only Assigned Data to restrict a user's visibility to only the leads, opportunities, and data explicitly assigned to them.“

    Belegt: Zwei Rollen, feinere Berechtigungen und eine Einstellung, mit der ein Nutzer nur die ihm zugewiesenen Kontakte und Verkaufschancen sieht.

    Belegt nicht: Keine Aussage, ob die Einstellung alle Module gleich abdeckt; das ist im Testkonto mit einem zweiten Nutzer zu prüfen.

  12. Art. 14 DSGVO: Informationspflicht, wenn Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben wurden

    Verordnung (EU) 2016/679, Wortlaut nach der Wiedergabe auf dsgvo-gesetz.de (amtliche Fassung: EUR-Lex, CELEX 32016R0679) · abgerufen am 2026-09-22 · dsgvo-gesetz.de/art-14-dsgvo/

    Abs. 1: „Werden personenbezogene Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben, so teilt der Verantwortliche der betroffenen Person Folgendes mit:“ … lit. d: „die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden“. Abs. 2 lit. f: „aus welcher Quelle die personenbezogenen Daten stammen und gegebenenfalls ob sie aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen“. Abs. 3 lit. a: „innerhalb einer angemessenen Frist nach Erlangung der personenbezogenen Daten, längstens jedoch innerhalb eines Monats“.

    Belegt: Wer Daten einer Person aus einer anderen Quelle erhebt (etwa aus einem Business-Netzwerk beim Active Sourcing), muss sie informieren, auch über die Herkunft der Daten, spätestens innerhalb eines Monats.

    Belegt nicht: Die Norm hat Ausnahmen (Abs. 5), deren Anwendung im Einzelfall eine Rechtsfrage ist. Sie sagt nichts darüber, ob die Erhebung selbst zulässig ist; das richtet sich nach Art. 6 DSGVO.

  13. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 5 und Art. 6

    Europäisches Parlament und Rat, EUR-Lex · abgerufen am 2026-09-20 · eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32016R0679

    Art. 5 Abs. 1 lit. e: personenbezogene Daten müssen „in einer Form gespeichert werden, die die Identifizierung der betroffenen Personen nur so lange ermöglicht, wie es für die Zwecke, für die sie verarbeitet werden, erforderlich ist“.

    Belegt: Den Grundsatz der Speicherbegrenzung und dass jede Verarbeitung eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 braucht, etwa eine Einwilligung (lit. a) oder berechtigte Interessen (lit. f).

    Belegt nicht: Die Verordnung nennt keine konkrete Löschfrist für Bewerber- oder Kandidatendaten und bewertet kein Softwareprodukt.

  14. § 15 AGG: Entschädigung und Schadensersatz

    Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · abgerufen am 2026-09-22 · gesetze-im-internet.de/agg/__15.html

    Abs. 4: „Ein Anspruch nach Absatz 1 oder 2 muss innerhalb einer Frist von zwei Monaten schriftlich geltend gemacht werden, es sei denn, die Tarifvertragsparteien haben etwas anderes vereinbart. Die Frist beginnt im Falle einer Bewerbung oder eines beruflichen Aufstiegs mit dem Zugang der Ablehnung […]“.

    Belegt: Dass abgelehnte Bewerber Ansprüche wegen Benachteiligung innerhalb von zwei Monaten ab Zugang der Ablehnung schriftlich geltend machen müssen. Das ist der Grund, warum Bewerbungsunterlagen nach einer Absage nicht sofort gelöscht werden.

    Belegt nicht: Die Norm legt keine Löschfrist fest. Wie lange Unterlagen darüber hinaus aufbewahrt werden (etwa wegen einer anschließenden Klagefrist), ist mit Ihrer Datenschutzberatung festzulegen. Sie richtet sich an Arbeitgeber; welche Rolle eine Personalvermittlung dabei hat, ist ebenfalls eine Rechtsfrage.

  15. HighLevel: How to Create and Manage a Contact Form

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000004549-how-to-create-and-manage-a-contact-form-in-highlevel

    „When a new lead submits a HighLevel form, a contact record is automatically created so the information can be managed inside the CRM.“

    Belegt: Ein abgesendetes Formular legt automatisch einen Kontakt an, etwa aus einem Kurzbewerbungs- oder Rückrufformular.

    Belegt nicht: Keine Aussage zur Einwilligungsabfrage im Formular; die gestalten Sie selbst.

  16. Art. 28 DSGVO: Auftragsverarbeiter

    Verordnung (EU) 2016/679, Wortlaut nach der Wiedergabe auf dsgvo-gesetz.de (amtliche Fassung: EUR-Lex, CELEX 32016R0679) · abgerufen am 2026-09-21 · dsgvo-gesetz.de/art-28-dsgvo/

    Abs. 3: „Die Verarbeitung durch einen Auftragsverarbeiter erfolgt auf der Grundlage eines Vertrags oder eines anderen Rechtsinstruments […]“. Abs. 2: Der Auftragsverarbeiter „nimmt keinen weiteren Auftragsverarbeiter ohne vorherige gesonderte oder allgemeine schriftliche Genehmigung des Verantwortlichen in Anspruch.“

    Belegt: Wer Kandidatendaten in einer Software eines Dienstleisters verarbeiten lässt, braucht einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung; weitere Unterauftragnehmer brauchen eine Genehmigung.

    Belegt nicht: Die Norm sagt nicht, ob ein konkreter Anbieter oder Vertrag ausreicht, und nichts über Übermittlungen in Drittländer (dafür gelten Art. 44 ff.).

  17. HighLevel: Data Processing Agreement

    HighLevel · abgerufen am 2026-09-21 · gohighlevel.com/data-processing-agreement

    „HighLevel will act as a Processor of Customer Personal Data. Customer will act as the Controller of Customer Personal Data.“ · „HighLevel is certified to the EU-U.S. Data Privacy Framework […]“.

    Belegt: Ein Auftragsverarbeitungsvertrag steht bereit; die Personalvermittlung bleibt Verantwortliche. Der Hersteller gibt eine Zertifizierung nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework an.

    Belegt nicht: Der Vertrag ersetzt nicht Ihre Prüfung von Rechtsgrundlage, Informationspflichten und Löschfristen. Ob die Zertifizierung am Tag Ihres Abschlusses gilt, prüfen Sie in der offiziellen Liste des Data Privacy Framework.

  18. HighLevel: Security and Compliance Overview

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000000574-highlevel-security-and-compliance-overview

    „Our product infrastructure resides in the United States.“ · „While HighLevel seeks to enable your GDPR compliance efforts, use of the HighLevel product alone does not make you GDPR compliant.“

    Belegt: Die Produktinfrastruktur liegt nach Angabe des Herstellers in den USA, und die Nutzung des Produkts allein macht nach seiner eigenen Aussage niemanden DSGVO-gerecht.

    Belegt nicht: Die Seite nennt keine Wahl eines Speicherorts in der EU. Die Angaben sind Selbstauskünfte des Herstellers.

  19. HighLevel: Audit Logs

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000006667-audit-logs

    „Audit Logs are the source of truth for who did what and when across your HighLevel account.“ „Audit Log entries are retained for 60 days and then purged.“

    Belegt: Ein Änderungsprotokoll mit Nutzer und Zeitpunkt, das 60 Tage aufbewahrt wird.

    Belegt nicht: Kein Nachweis über längere Zeiträume, etwa dafür, wann eine Löschung erfolgte. Dafür brauchen Sie eine eigene Dokumentation.

  20. HighLevel: Pricing

    HighLevel · abgerufen am 2026-09-22 · gohighlevel.com/pricing

    Starter „$97“ im Monat mit „3 Sub-Accounts“, „Unlimited Contacts“ und „Unlimited Users“ · Unlimited „$297“ mit „Unlimited Sub-Accounts“ · Agency Pro „$497“ · Enterprise auf Anfrage. „14 Day Free Trial“. Verbrauchsabhängige Gebühren für Telefonie, SMS und E-Mail-Versand kommen hinzu (Lesung vom 2026-09-21: „*Usage based charges apply.“).

    Belegt: Tarifnamen und Listenpreise in US-Dollar pro Konto und Monat, unbegrenzte Nutzer und Kontakte in allen Tarifen, den öffentlich genannten Testzeitraum von 14 Tagen und dass Verbrauchskosten hinzukommen.

    Belegt nicht: Keine Europreise, keine Umsatzsteuer, keine Höhe der Verbrauchskosten in Deutschland. Die Preisseite weist US-Dollar aus, nicht Euro. Konditionen, die über den Partnerlink dieser Website gelten, stehen nicht auf dieser Seite und werden hier nicht beschrieben.

  21. Zoho Recruit: Preise (deutschsprachige Seite)

    Zoho · abgerufen am 2026-09-22 · zoho.com/de/recruit/pricing.html

    Getrennte Preisseiten für Personaldienstleister und Unternehmens-HR. Für Personaldienstleister: „Forever Free“ mit „1 aktives Stellenangebot“, „STANDARD“ mit „100 aktive Stellenangebote“, „PROFESSIONAL“ mit „250“, „ENTERPRISE“ mit „750“. Währung (unter anderem EUR und USD) und monatliche oder jährliche Zahlung sind wählbar.

    Belegt: Dass Zoho Recruit eigene Editionen für Personaldienstleister anbietet und die Tarife nach aktiven Stellenangeboten staffelt.

    Belegt nicht: Keine Beträge: Die Preise wurden beim Abruf per Skript nachgeladen und waren im gelesenen Text nicht enthalten.

  22. HubSpot Sales Hub: Preise

    HubSpot · abgerufen am 2026-09-21 · hubspot.de/pricing/sales

    „Kostenlos für bis zu 2 Benutzer.“ · Starter „Ab 7 €/Monat/Lizenz“ · Professional „Ab 90 €/Monat/Lizenz“, ohne das „erforderliche einmalige Professional-Onboarding“ · Enterprise „Ab 150 €/Monat/Lizenz“.

    Belegt: Die ausgewiesenen Einstiegspreise pro Lizenz und Monat und eine kostenlose Stufe für bis zu zwei Benutzer.

    Belegt nicht: Keinen Gesamtpreis und keine Recruiting-Funktionen.

  23. Salesforce Sales Cloud: Preise

    Salesforce · abgerufen am 2026-09-21 · salesforce.com/de/sales/pricing/

    „Starter Suite […] 25 € EUR/Pro Benutzer/Monat (Abrechnung auf Monats- oder Jahresbasis)“ · „Pro Suite […] 100 € EUR/Pro Benutzer/Monat (Jährliche Abrechnung)“ · weitere Editionen: „Core“ 195 €, „Advanced“ 395 €, „Max“ 550 €.

    Belegt: Die ausgewiesenen Preise pro Benutzer und Monat der Sales-Cloud-Editionen.

    Belegt nicht: Keine Implementierungskosten und keine Recruiting-Erweiterungen.

  24. HighLevel: Snapshots Overview

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-21 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/48000982511-snapshots-overview

    „Snapshots can copy many configuration assets from a source sub-account.“ · „Snapshots are designed to transfer configuration and selected reusable assets, not live account activity or customer records.“

    Belegt: Eine einmal gebaute Konfiguration (Pipelines, Felder, Abläufe, Formulare) lässt sich auf ein weiteres Konto übertragen, ohne Kontaktdaten.

    Belegt nicht: Keine fertige Recruiting-Vorlage des Herstellers und keine Garantie, dass jede Einstellung ohne Nacharbeit funktioniert.

  25. HighLevel: Workflow Trigger – Inbound Webhook

    HighLevel Support · abgerufen am 2026-09-22 · help.gohighlevel.com/support/solutions/articles/155000003147-workflow-trigger-inbound-webhook

    „The Inbound Webhook Trigger captures incoming POST/GET/PUT requests sent to a HighLevel Webhook URL (unique for each trigger).“ „This enables the system to react to events from external applications […]“.

    Belegt: Ein Ablauf kann durch eine Anfrage aus einem anderen System gestartet werden, etwa aus einem ATS oder einer Middleware.

    Belegt nicht: Keine fertige Anbindung an ein bestimmtes ATS. Der Hilfebereich führt einen gesonderten Artikel zu einem „Premium Trigger“ für eingehende Webhooks; ob und was das kostet, ist im Konto zu prüfen.

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